Hobby-Barista
30. Januar 2012 von Ronnie in Analog, Fotografie, Leckeres 0Die ersten Wochen mit der neuen Diva im Haus sind geschafft und in der Zwischenzeit sind wir beim “Du” angekommen. Die Rede ist von der kleinen und hübschen La Pavoni Professional, welche auch liebevoll Pfauendame genannt wird. Und wie das so bei Frauen ist, verlangt so eine Dame auch viel Verständnis und Geduld. Lässt man sich auf die ganzen Marotten ein, dann wird man mit einen vorzüglichen Caffè belohnt – aber nur wenn sie will.
Ich weiß nicht, was mich schlussendlich geritten hat. Aber wo ich das erste Bild dieser kleinen Maschine gesehen habe, hat es ein wenig gefunkt. Und da ich eine gewisse Leidensfähigkeit mitbringe und getreu dem Motto “Der Weg ist das Ziel!” denke, haben wir zueinander gefunden.
Es gibt bei weitem bequemere Wege einen Espresso zu brauen. Da gibt es die tollsten Dinger – nur machen die meisten Gerätschaften alles und nur keinen richtigen Espresso. Man munkelt auch, dass es einfachere Wege gibt Fotos aufzunehmen – nur auch hier habe ich mich auf andere Pfade begeben und werde hin und wieder belohnt.
Also soll es doch auch möglich sein, mit dieser Diva eine vernünftige Beziehung zu führen…
Nach den ersten Tagen und dutzenden Espressi(!) (ja, das musste ich mir auch vorhalten lassen), zweifelte ich an der Entscheidung etwas. Der Ausguss bekam öfters Gesellschaft und einen miesen Espresso zu trinken. Das teuerste Kilo Kaffeebohnen wanderte portionsweise in die Kanalisation. Zu sauer, zu kalt, zu bitter oder zu heiß, weil sich die Diva bei so viel Arbeit aufregt und etwas überhitzt. Die Handmühle sorgte für Muskelkater und die ganzen Probeverkostungen für Herzrasen. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft…
Dann begann die Bastelphase… Nach Austausch des Manometers und Einstellung des Druckwächters kam ich den gewünschten Ergebnis schon näher. Die ersten trinkbaren Dinge flossen aus dem Siebträger und ich konnte die rosa Brille wieder aus dem Schubfach holen.
Trotz aller Macken, die die kleine La bella Macchina macht, bin sehr angetan. Wie in der Analog-Fotografie kann man dort mit den puristischen Mitteln sehr viel über Fotografie lernen, wenn man will. Mit der La Pavoni kann man viel über Kaffee lernen, wenn man sich auf das Abenteuer einlässt.
Die Tage mit der Diva waren sehr lehrreich:
- Ich verbrenne mich nun nicht mehr täglich an der Guten. Alles was chromglänzend ist, sollte man nicht berühren.
- Ich sehe das Getränk nicht mehr als reinen Koffeinträger.
- Espresso kann richtig gut schmecken und bietet eine gigantische Geschmacksvielfalt.
- Es gibt hunderte Sorten Bohnen und kleine Röstereien.
- Mittlerweile ist aus schnöden Kaffee ein Caffè geworden.
- Beim Lieblingsitaliener ums Eck guckt man kritisch auf die Maschine und das Ergebnis daraus (Leerbezug, Tassen gewärmt, vorgemahlenes Kaffeemehl etc.)
- Die Senseo ist arbeitslos und bald weg.
Und nun geht es weiter mit dem Herumprobieren. Der Tamper ist nun auf Maß gedreht und neue Bohnen sind in der Mühle und ich bin wieder entzückt!!
P.S. Der Adox CMS 20 hat mich in dem Fall auch zum Hüpfen gebracht. “Trotz” ISO 20, Kunstlicht und langen 8 Sekunden Belichtungszeit absolut hübsche Ergebnisse. Das ist zwar bei Weiten nicht das Paradis für Kornliebhaber (analoges Korn und nicht was ihr denkt) aber da hatte ich gerade mal Bock drauf. In jeder Zoomstufe wirkt der Bildausschnitt wie ein eigenes Foto (10480 x 10480 Pixel).
Jährliches Polaroid
15. Januar 2012 von Ronnie in Wir, Fotografie, Persönliches 3Wie ich hier schon mal geschrieben hatte, bekam ich Ende 2010 von einen nette Leser dieser Seite ein tolles Geschenk und er dafür ein Bild aus meinem Fundus. Die Rede ist von zwei Kartons Polaroid 54, welcher leider nicht mehr produziert wird. Ich hatte mir dann dafür extra ein Polaroid-Rückteil für meine Graflex gekauft und nun teile ich mir die verbliebenen Filme auf und tue mich jedes Mal schwer, in den Karton zu greifen. Gerne hätte ich dafür einen Nachschub – denn das Polaroid-Gefühl und diese Zauberei sind einfach unbeschreiblich.
Da wir genau vor einem Jahr ein nettes Familienportrait mit den Polaroids gemacht haben wollte ich das gerne genau ein Jahr später wiederholen. Da der Film schon knapp 6 Jahre abgelaufen ist, kann es ja nicht schaden ihn entsprechend seiner angedachten Eigenschaft zu benutzen. Also die kleine Familie zusammengetrommelt und auf dem vom Vorjahr entsprechenden “Studioaufbau” gesetzt. Der Belichtungsmesser mahnt zum stillsitzen und das kann für Ausschuss mit unserem knapp 2 Jahre alten Töchterlein sorgen.
Die Kamera war allerdings so spannend und der Blick auf die Mattscheibe (mit der kopfüber stehenden Mama) umso interessanter. Ausschuss haben wir aber trotzdem produziert (einmal der Verschluss gehangen und das andere mal war der Verschluss offen
), was bei ebay-Preisen von bis zu 250 Euro für ein Karton schon schmerzhaft ist. Sei’s drum – besser wird der Film nicht durchs Herumliegen.
Die Kleinste fand das hochgradig spannend. Da sie ja sonst etwas “digital-versaut” ist und immer den Blick auf das LCD der DSLR/Handy sucht, kamen die Polaroids als Sofort-Ergebnis auch bei den Nachwuchs an. Sonst schaut sie immer bei den Analogkameras auf die Rückseite und guckt mich fragend an… Aber den Hang zum analogen kriege ich bei ihr auch noch unter
.
Hier geht es explizit nochmal zu den Pola’s vom letzten Jahr.
Pustefix
11. Januar 2012 von Ronnie in 3D & Cinema 4D, Gestalterisches 0Scheinbar inspiriert mich das Spielzeug des Töchterleins öfters mal etwas Übungen on Cinema 4D durchzuführen. Schließlich ist man auch nur Mensch und vergisst, im Gegensatz zu Fahrradfahren, nach etwas Zeit wie die einzelnen Programme so ticken. Als etwas Fingerübung schadet in dem Falle wohl nicht.
Mit ein paar einfachen Seifenblasen kann man das Töchterlein sofort mobilisieren und für jede Menge Spaß sorgen. Ich hatte auch meinen Spaß:
Für die Interessierten: Cinema 4D, Maxwell Render; Renderzeit ca. 10 – 12 h je Bild.
Um den echten Spaß noch zu steigern habe ich neulich ein “Rezept” für eigene Seifenblasenflüssigkeit gefunden aber noch nicht getestet. Enthalten sind unter anderem Tapetenkleister und Puderzucker. Hat jemand von Euch Erfahrung, wie sich das Zeug in geschlossenen Räumen verhält (Flecken, Kleben etc.)?
Abgeschmückt und wieder online.
5. Januar 2012 von Ronnie in Wir, Erinnerungen, Erfreuliches 1Nun ist Weihnachten vorbei, es ist geschafft, die Geschenke sind im Dauereinsatz und wir besinnen uns noch einmal nach der Zeit der Besinnlichkeit. Wir verdauen das schöne Essen, die schönen Stunden und Momente. Und wir packen einen Teil, der dieses Fest ausgemacht hat wieder in die zwei Umzugskartons und tragen sie auf den Dachboden.
Aber noch einmal ist kurz Weihnachten und ich schnappe mir fix das Handy um nochmal kurz eine kleine verwackelte Erinnerung festzuhalten.
Schön war es gewesen. Wirklich!